Der SenPC ist nicht nur sicherer und viel einfacher zu bedienen als ein "normaler", er "kennt" auch bereits (nach Themen geordnet) die wichtigsten barrierefreien Seiten und gibt Hilfestellungen zu deren Bedienung in Bild, Schrift und Ton. Darüber hinaus ist er "lernfähig" und an jedes Bedürfnis individuell anpassbar.

Da es keinen Standard für Ansprüche und Wünsche von Senioren gibt, kann es auch keinen standardisierten Seniorencomputer geben. Einige wollen ohne Einarbeitungsaufwand sofort loslegen und dabei möglichst viel Unterstützung und Automatisierung bekommen. Für andere ist es wichtiger, die Hintergründe zu verstehen und selbst Hand anzulegen. Grundsätzlich ist der Seniorencomputer ein „normaler“ PC, bei dessen Einrichtung je nach individuellen Bedürfnissen besondere Dinge zu beachten sind.


Abbildung: Ausschnitt eines Beispiels der SenPC- Oberfläche zum Thema Reisen


Die Tastatur sollte nicht zu dunkel sein (wie z.B. auf vielen Laptops) und die Beschriftung nicht zu klein.

Für viele Computeranfänger kann es problematisch sein wenn sie „Einstellungen vornehmen“, weil sie versehentlich auf Tasten wie Shift Lock, Strg oder die Windows- Taste kommen. Dies kann man umgehen, indem man bestimmte Tasten sperrt. Entweder mechanisch durch ein Stück Papier unter der Taste  oder systemgesteuert. Letztere Variante hat dabei den Vorteil, dass die Tastenblockierungen situationsabhängig variieren können.

Über die Funktionen einzelner Tasten kann man sich mit dem Programm „Tastenhilfe“ informieren, welches zu jeder gedrückten Taste Infos gibt.                (Der Download der "Tastenhilfe" ist auf der Hauptseite möglich.)

Die Maus ist in Ihrer Bedienung für einige gewöhnungsbedürftig, durch Trainingsprogramme wie den „Maustrainer“ aber relativ schnell erlernbar. Schwierigkeiten können Doppelklicks bereiten. Die Repetitionsfrequenz kann zwar im System verlangsamt werden, bei ungewollten Mausbewegungen zwischen den Klicks kann das Doppelklick- Ereignis vom System jedoch nicht erkannt werden. Deshalb ist es bei einigen Anwendern ratsam, den Doppelklick zu umgehen. Unter Umständen können ein alternativer (größerer) Mauszeiger und Anpassungen in den Zeigeroptionen sinnvoll sein.

Eine günstige Mausalternative ist der Mauspen, der wie ein Stift gehandhabt wird, und im Gegensatz zur Maus nicht schief gehalten werden kann.

Der Monitor sollte nicht unter 17 Zoll sein. Besonders bei räumlicher Beschränkung erweist sich ein Flachbildschirm als sinnvoll.

als Betriebssystem ist Win 98 SE sehr kostengünstig, und meist völlig ausreichend. Es ist nach meinen Erfahrungen auch deshalb gut geeignet weil viele aktuelle Computerviren nur auf neueren Systemen wirken. Als zusätzliche Oberfläche kann ein Programm wie der SenPC, mit hilfreichen Automatismen, großen Schaltflächen, Bildern, Erklärungen und akustischen Infos wie „Sie sind jetzt mit dem Internet verbunden“ hilfreich sein. Bei längerem Stillstand kann solch ein Automatismus auf Wunsch beispielsweise den Computer herunterfahren. Ausserdem lässt dich damit bei Bedarf durch einen Betreuer über das Internet ferngesteuert Hilfestellung leisten.

Der Internetzugang könnte zu Beginn über ein analoges Modem stattfinden. So kann das neue Medium in Ruhe ausgetestet werden, ohne DSL- Kosten. Bei späterem Wechsel zu DSL wird die gewonnene Geschwindigkeit natürlich als sehr angenehm empfunden. Der Computer sollte also über Modem und Netzwerkkarte verfügen.

Als Internetbrowser  ist der Mozilla Firefox sehr zu empfehlen, da er neben sehr logischen Tastenkombination (z.B. zur Schriftvergrößerung) auch durch zahlreiche nützliche Plugins  individuell angepasst werden kann. So ist es hier z.B. möglich, alle Links mit Ziffern kennzeichnen zu lassen, und auf Tastendruck erreichbar zu  machen. Dadurch kann auch im Internet auf die Mausbenutzung verzichtet werden, die einigen älteren Menschen Probleme bereitet.

Zur Sicherheit stehen natürlich die üblichen Firewalls und Virenscanner zur Verfügung, die es für private Anwender auch als kostenlose Freeware gibt.

Sehr wichtig bei analoger Internetverbindung ist eine Software, die nur bekannte Telefonverbindungen zulässt.